Tuesday, 30. march 2010
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15:18
Nach einem Tag der Schützenfeste wollte sich Sir Alex Ferguson erst mal nicht mit dem Spiel gegen Bayern München beschäftigen. Den Teammanager von Manchester United, am Dienstag (20.45 Uhr/live
in SAT.1 und Sky) Gegner des deutschen Rekordmeisters im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League, hatte nur die Tabelle der Premier League im Blick. "It is still a three-horse-race", es ist
weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen drei Pferden, sagte Pferdekenner Ferguson zur Ausgangslage im Kampf um die englische Fußball-Meisterschaft.
Zumindest zwei
Pferde laufen nahezu Kopf an Kopf: Manchester United, souveräner 4:0-Sieger gegen die Bolton Wanderers, und der FC
Chelsea, bei dessen 7:1 gegen Aston Villa Frank Lampard vier Treffer erzielte und Michael Ballack zunächst 72 Minuten auf der Bank saß. Damit liegt United weiter einen Punkt vor den Blues. Das
dritte "Pferd" fiel ein bisschen zurück. Der FC Arsenal kassierte bei Birmingham City in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer zum 1:1 und liegt nun vier Punkte hinter
Tabellenführer Manchester.
Unterdessen rückte der FC Liverpool, der schon lange keine Rolle mehr im Meisterschaftskampf spielt, durch einen souveränen 3: 0 (2:0)-Sieg gegen den FC Sunderland zumindest bis auf vier Punkte
an die Champions-League-Plätze heran.
Einen Ausblick auf die neue Woche erlaubte sich Ferguson dann doch - als er über Wayne Rooney sprach. Der Torjäger wurde gegen die Bolton Wanderers nicht eingesetzt, was diesmal nicht weiter
auffiel, weil unter anderem der ehemalige Leverkusener Dimitar Berbatow zwei Treffer erzielte. "Wayne hat eine Fußprellung", erläuterte Ferguson, "hätte er gespielt und dann einen Schlag drauf
bekommen, wäre er für Dienstag fraglich gewesen." Rooney und der ebenfalls geschonte Rio Ferdinand seien gegen den FC Bayern nun aber einsatzbereit.
Das souveräne 4:0 gegen Bolton kam für Ferguson genau zum richtigen Zeitpunkt. "Wir haben eine große Woche vor uns, da ist jedes gute Resultat wichtig", sagte der Schotte. Ähnlich wie der FC
Bayern, der zwischen den beiden Champions-League-Spielen am Dienstag sowie am Mittwoch der kommenden Woche (7. April) bei Tabellenführer Schalke 04 antreten muss, hat United drei große Aufgaben
innerhalb von acht Tagen zu bewältigen: In der Liga laufen die Red Devils am Samstag in Old Trafford zum Duell mit Verfolger Chelsea auf.
Wie in der Bundesliga, so sind auch in der englischen Premier League noch sechs Runden zu spielen - nach dem kommenden Wochenende könnte der FC Arsenal dann bereits wieder der lachende Dritte
sein. Am Samstag war Teammanager Arsene Wenger zunächst einmal bedient: "Das ist ein schwerer Rückschlag für uns", sagte er nach dem Ausgleich in letzter Minute durch Kevin Phillips. Trost kam
vom Rivalen. "Jeder wird noch Punkte abgeben. Es geht nur noch darum, weniger Punkte zu verlieren als der Rest", erklärte Ferguson.
In der Liga hat Arsenal das vermeintlich leichteste Programm, am Mittwoch aber zunächst das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League im eigenen Stadion gegen den Titelverteidiger FC
Barcelona vor der Brust. Chelsea dagegen kann sich nach seinem Aus in der Königsklasse in aller Gelassenheit auf die Meisterschaft konzentrieren. Dies gelingt offensichtlich vorwiegend Frank
Lampard. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler ist nach seinem Vierer-Pack gegen Villa mit 151 Treffern nun drittbester Torschütze in der Chelsea-Geschichte - hinter den Herrschaften Bobby Tambling
(202) und Kerry Dixon (193). Beide waren allerdings Stürmer.